Fakten statt Fake: Mehr Waldrodung für Windanlagen als behauptet

Am 26. Dezember 2021 wurde vom BR der Text „Faktenfuchs: Weniger Waldrodung für Windräder als behauptet“ veröffentlicht. Alle vom „Faktenfuchs“ genannten Personen und Institutionen sind 100%ig der Windlobby zuzuschreiben. Mit „unabhängiger“ Wissenschaft und Berichterstattung hat das wenig zu tun, der Artikel scheint vielmehr als Manipulation der Bevölkerung zu fungieren. Da der Text irreführende und falsche Informationen enthält, empfehlen wir, die Überschrift von „Faktenfuchs“ zu „Fakefuchs“ zu ändern.

 

Exemplarisch möchten wir hier einige der Falschaussagen (gekennzeichnet als „Zitat“) sowie weitere wesentliche Punkte richtigstellen. Die auf dieser Seite veröffentlichten Inhalte wurden im Januar 2022 erstellt und im April 2022 aktualisiert.

 

Darüber hinaus finden Sie auf unserer Website weitere Informationen und Eindrücke zu den durch Windenergieanlagen angerichteten Waldzerstörungen unter Argumente >> Natur, Wald und Landschaft, unter FAQ >> Frage 3 und Frage 4 sowie unter Galerie >> Bilder.

Zitat: „Es braucht pro Anlage dauerhaft eine Freifläche von durchschnittlich 0,46 Hektar. Im Nutzwald könne man auch auf das Wegenetz zurückgreifen, das es schon durch die Forstwirtschaft gibt.“

 

Richtigstellung: In einer Mittelgebirgslandschaft wie dem Schwarzwald werden weit mehr als 0,5 Hektar je Windenergieanlage (WEA) dauerhaft beansprucht und zerstört. Auch die vorhandenen Forstwege müssen zur Nutzung durch die Windindustrie verbreitert werden. Durch den Ausbau der Waldwege zu Waldstraßen entstehen größere Böschungsflächen, auf denen nie mehr ein Baum wächst. Zum Schönrechnen werden diese Flächen nicht der naturzerstörenden Windindustrie zugerechnet.

Im Wolftal/Schwarzwald wurden für vier WEA auf einem bewaldeten Bergrücken 10 Hektar Wald dauerhaft abgeholzt. Für die Zuwegung mussten 3 km neue Straßen mitten durch den Wald geschlagen werden. Der zusätzliche Ausbau von vorhandenen Forstwegen auf rund 1,6 km Länge ist bei den 10 Hektar nicht mit einberechnet, de facto sind daher je Anlage mehr als 2,5 Hektar Wald vernichtet worden. Vor Ort kann dies alles nachgeprüft werden, auf Bildmaterial (u.a. hier und hier) als Beleg sei hiermit hingewiesen.

Zitat: „Die Fläche, die für eine Windkraftanlage gerodet wird, muss normalerweise woanders ausgeglichen werden. Heißt: An anderer Stelle gibt es eine Erstaufforstung mit neuen Bäumen in mindestens derselben Größe.“

 

Richtigstellung: Die durch den Anlagenbau zerstörte Natur kann nicht mit bereits vorhandener Natur ausgeglichen werden. Die auf dem Papier angepriesenen Ausgleichsmaßnahmen sind reine Selbstanlügen. Zudem dürfen im Schwarzwald durch die Mindestflurkartierungen keine weiteren Aufforstungen getätigt werden. „Teilweise Renaturierung“ von Stellflächen bedeutet: Nur vogelfeindliche Gehölze (d.h. keine Bäume!) sind erlaubt, um Anlockeffekte für Vögel zu vermeiden.

Zitat: „Die Menge an Bäumen, die für eine Windanlage abgeholzt werden muss, falle laut Lermer nicht weiter ins Gewicht. Sie spricht von einem „sehr geringen Eingriff in den Wald“ – es sei beispielsweise nicht mehr, als für manche Holzlagerplätze benötigt werde. Der Flächenverbrauch für Wanderparkplätze oder andere Infrastruktur sei höher, sagt sie.“

 

Richtigstellung: Wie realitätsfern und sachverstandslos ist diese Aussage? Durch die breiten Schneisen für Zuwegungen und Stellflächen, die beim Bau von Windanlagen in den bisher geschlossenen Waldbestand geschlagen werden, wird das lokale Mikroklima im Wald dauerhaft zerstört. Durch die Kahlschläge trocknen die Waldböden aus, die Bodentemperaturen steigen, Feuchtigkeit entweicht, die Luft wird nicht mehr gekühlt. Nur der Forst in seiner natürlichen Gesamtheit und Unversehrtheit trägt mehr zum Schutz des Klimas bei, als technische Großindustrieanlagen wie Windturbinen es je können werden (siehe hier, hier, hier und hier).

Zitat: „Zwei Prozent der Bundesfläche für Windenergie: Was bedeutet das?“

 

Fakt ist: Mit den inzwischen über 250 Meter hohen Anlagen* bedeutet das eine 100-prozentige Unterwerfung von Landschaft und Natur. Keine Phase der Industrialisierung hat den Lebensraum für Mensch und Tier derart zerstört. Zum Vergleich: Alle Kreis-, Landes-, Bundesstraßen und Autobahnen beanspruchen 0,8 % der Fläche. Für Windanlagen, die zusätzlich zum Flächenbedarf durch ihre gigantische Höhendimension (mit entsprechend großflächiger Schallausbreitung) weiträumig unsere Lebensräume und Kulturlandschaften dominieren und ruinieren, soll das 2,5-fache der Fläche vorgesehen werden?

*Zum Vergleich: Straßburger Münster = 142 Meter Höhe, Friedrichsturm Badener Höhe = 30 Meter Höhe

 

Darüber hinaus ist eine Kernfrage bei dem politischen Zwei-Prozent-Ausbauziel ungeklärt: Worauf bezieht sich die Fläche, auf die ausgewiesenen Vorrangflächen oder auf die erforderlichen Rodungsflächen oder auf 500 m² Fundament? Solange die Bezugsgröße undefiniert bleibt, ist der willkürlichen politischen Auslegung Tür und Tor geöffnet.

Zitat: „Je nach Stromverbrauch sind zwischen 7.000 und 35.000 neue Windräder nötig.“

 

Richtigstellung: Energiewende ist mehr als nur die Betrachtung des Stromsektors. Die über 2 Millionen Solaranlagen und über 30.000 Windenergieanlagen tragen gerade mal 5 Prozent zu unserem heutigen Gesamtenergieverbrauch in Deutschland bei. Wie naiv und irreführend die Darstellung der angeblichen Experten und des BR ist, zeigt folgende Rechnung.

Wenn das Klimaschutzgesetz bis 2030 eingehalten werden soll, sind 65 Prozent des jährlichen Endenergiebedarfs von derzeit 2.500 TWh CO2-frei zu erbringen, d.h. EE-Anlagen müssen dann 1.625 TWh beisteuern. Der heutige Beitrag von EE-Anlagen liegt bei 241 TWh, so dass eine Steigerung von 1.384 TWh erforderlich ist. Bei einem je hälftigen Beitrag von Wind und Solar ist eine Steigerung der Windstrom-Produktion um 692 TWh erforderlich. Bei einer durchschnittlichen Volllaststundenzahl von 2.500 Stunden/Jahr (das Jahr hat 8.760 Stunden) entspricht dies einer zusätzlich zu installierenden Leistung von 276.800 MW. Bei einer durchschnittlichen Leistung von 3,5 MW je Anlage ergibt sich ein Zubau von weiteren 79.085 Windenergieanlagen.

Würde man mit den Wirkungsgradverlusten bei einer beginnenden Wasserstoffwirtschaft und den nicht verwertbaren Stromspitzen rechnen, dann verdoppeln sich ganz schnell die Werte.

Da in den kommenden 30 Jahren keine großtechnischen Speichertechnologien wirtschaftlich zur Verfügung stehen, müssen beim weiteren Ausbau von Wind und PV immer wieder große, nicht verwertbare Stromspitzen („Müllstrom“) abgeregelt bzw. kostenpflichtig entsorgt werden. Zudem macht der Ausbau von volatilen, wetterabhängigen Wind- und PV-Anlagen den Pufferbedarf durch flexible grundlastfähige Kraftwerke umso größer. Wegen der zufälligen Schwankung der Erzeugung können Windanlagen kein Ersatz für grundlastfähige Kraftwerke sein. Jede weitere Windanlage erfordert daher weitere Back-up-Kapazitäten eines ständig verfügbaren, konventionellen und regelbaren Kraftwerkparks, was unseren Strompreis noch weiter in die Höhe treibt.

Zitat: „Bäume abholzen für den Klimaschutz: Ist das ein Widerspruch?“

 

Fakt ist: Flächenintensive, rotierende, Schall emittierende, über 200 Meter hohe Großindustrieanlagen mit einem gigantischen Materialverbrauch mitten in sensible Ökosysteme zu stellen, ist im Hinblick auf die ökologischen Auswirkungen unverantwortlich und absolut kontraproduktiv. Im Vergleich zu den vielfältigen natürlichen, klimaschützenden Funktionen der Wälder und Waldböden haben Windindustrieanlagen eine eindeutig negative CO2-Bilanz. Selbst die empirischen Daten des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie widerlegen eine CO2-Einsparung.

Der für ihren Bau notwendige Verbrauch von Ressourcen und Rohstoffen, die zur Herstellung verwendeten Materialien (Balsaholz, seltene Erden, Stahl, Beton, Verbundkunststoffe), Transport, Aufbau (tausende Tonnen Beton und Stahl im Waldboden, dauerhafte Versiegelung der vormals durchlässigen Böden, weitreichende Waldrodungen für Stellflächen und Zuwegung), Stromableitungen sowie die spätere teils ungeklärte Entsorgung verbrauchen weit mehr Energie- und Umwelt-Ressourcen als es ihre unzuverlässige Stromerzeugung in den Waldgebieten des windschwächsten Bundeslands Baden-Württemberg jemals rechtfertigen würde.

Durch Windindustrieanlagen im Wald und die damit verbundenen waldschädigenden Eingriffe werden unsere heute und zukünftig wirksamen CO2-Senken gemindert. Will man dem Klimawandel begegnen, braucht es sofortige und langfristige CO2-Senken, also z.B. zusätzliche Wälder, renaturierte Moore und Humusaufbau in der Landwirtschaft. Diese Maßnahmen würden – im Gegensatz zu Windturbinen – gleichzeitig der Biodiversität, Hochwasserrückhaltung und Kühlung des Lokalklimas nützen. Sie sind die kostengünstigsten und nachhaltigsten Klimaschutzmaßnahmen.

Hierzu das Thesenpapier „Klimawandel und Naturschutz“ der Bund-Länder-Arbeitsgemeinschaft Naturschutz, Landschaftspflege und Erholung.

Es wird kritisiert, dass vom Abholzen ganzer Wälder gesprochen und das kritisiert wird. In der Tat werden in der Summe aller Flächen „ganze Wälder“ abgeholzt. Bei anderen Bauvorhaben wird um jeden Baum gekämpft, im Falle von Windenergieanlagen (WEA) wird das Abholzen zigtausender Bäume schöngerechnet und auf Basis von frisierten Zahlen gut geheißen.

Für die Zukunft darf als Bezugsgröße nicht der abgeholzte Wald für die bisher vergleichsweise kleinen WEA zugrunde gelegt werden, sondern es gelten die notwendigen Flächen und Eingriffe für die Anlagengeneration 250+ Meter, die alle Projektierer errichten wollen.

Der Flächenbedarf für die aktuellen Windenergieanlagen beträgt je Anlage mehrere Hektar (nicht wie behauptet 0,5 Hektar). Dieser ergibt sich wie folgt:

Heutige Windanlagen mit 4,5 bis 6 MW Leistung und 200 bis 250 Meter Gesamthöhe haben einen Rotordurchmesser von 160 bis 200 Meter.

Abhängig von der Montagetechnik werden am Boden mindestens die Flügellänge bzw. etwas mehr als die Nabenhöhe benötigt, um den Kran zum Auf- und Abbau am Boden auszulegen. Dazu kommen ca. 10 % Reserve als Handlingsfläche plus Platz für Fundament und Turm, die schon stehen und deren Fläche bei der Montage der Rotoren nicht genutzt werden kann. Je nach Montagetechnik kann die benötigte Fläche etwas abweichen.

Hinzu kommen die Infrastrukturflächen, also unterirdische Starkstromleitungen (Zu- und Abführung) sowie breite Schneisen durch den Wald bis zum Fundament. Das können je nach Waldgebiet einige hundert Meter bis mehrere Kilometer sein.

Selbst wenn es schon Wirtschaftswege geben sollte, so sind diese signifikant bis auf mindestens ca. 6 Meter zu verbreitern, ggfls. plus Graben und Böschungsflächen. Angenommen der bestehende Wirtschaftsweg ist 3 Meter breit, dann muss der Weg auf der gesamten Strecke um 3 zusätzliche Meter verbreitert werden, wozu große Flächen Wald plus Böschung abgeholzt werden. Bei z.B. einer Strecke von 1.000 Meter wären das 3.000 m² plus Böschung. Bei einem neu anzulegenden Weg wären das 0,6 Hektar plus Böschungsfläche bei 1.000 Meter Länge.

Insgesamt werden bei den heutigen Anlagen also mindestens 2,5 Hektar Waldfläche pro Anlage benötigt, die unweigerlich abzuholzen ist. Das ist eine signifikant größere Fläche, als von der Windlobby behauptet und aus der Vergangenheit kleiner Windanlagen in die Zukunft großer Anlagen (250+ Meter) extrapoliert wird. Hinzu kommt, dass aufgrund der Kahlschläge, Bodenversiegelungen und Bodenverdichtungen auch der umliegende Wald dauerhaft leidet und weit über die in Anspruch genommene Fläche hinaus Schaden nimmt.

Die Fläche rund um die Anlage und die Wege sind mit bis ca. 1,5 Meter Tiefe so dicht wie möglich mit Schotter&Co auszukoffern, damit die Schwersttransporter die schweren Bauteile zum Standort transportieren können. Auf diesen Flächen kann kein Regenwasser mehr in den Boden einsickern, dadurch steigt die Hochwassergefahr. Die abgeholzte Fläche ist auch als Wasserspeicher und Waldboden verloren, der selbst große Mengen CO2 bindet. Hinzu kommt der Verlust zahlreicher Öko-Wald-Dienstleistungen.

Oftmals werden zwar Ersatzpflanzungen erwähnt. Diese werden aber nicht überprüft, vertrocknen häufig und kümmern in den ersten 10 Jahren häufig vor sich hin ohne nennenswert CO2 binden zu können. Die hohe Verdichtung dieser Schotter-Flächen und des Untergrunds lässt zudem, selbst bei Abräumen aller aufgebrachten Materialien, auf Jahrzehnte kein normales Wachstum zu. Meist werden keine oder zu wenig Aufforstungsflächen zur Kompensation des industriellen Eingriffes gefunden. Dann wird eine sog. Walderhaltungsabgabe gemäß § 11 LWaldG erhoben. Die Höhe richtet sich nach der Schwere des Eingriffs und wird vom Ministerium für Ländlichen Raum im Einvernehmen mit dem Innenministerium, Finanzministerium und Wirtschaftsministerium festgesetzt (§§ 9, 10, 11 LWaldG Baden-Württemberg).

Wald und Waldboden binden CO2, sind Lebensraum und erfüllen zahlreiche unersetzliche ökologische Dienste. Der Waldboden speichert ähnlich viel CO2 wie der Waldbestand darüber. Windanlagen binden kein CO2, im Gegensatz zu Bäumen produzieren sie keinen Sauerstoff. Stattdessen greifen Windanlagen vielfältig belastend in das sensible Ökosystem Wald ein.

Das vermeintliche „Mindern“ von CO2 kommt nur dadurch zustande, dass das Umweltbundesamt einen Umrechnungsfaktor annimmt und diesen jeder Windstrom-kWh zuordnet, somit auf dem Papier zu (wunderlichen) CO2-Minderungen kommt – mit der Realität hat das jedoch wenig zu tun. „Binden“ und „Mindern“ können nicht gleichgesetzt werden. Wenn überhaupt, so dürfte das „Binden“ von CO2 hundertfach wertvoller sein als das bloße „Mindern“ durch Windanlagen. Auf jeden Fall ist das „Mindern“ von CO2 durch Windindustrieanlagen bestenfalls ein Verdrängen von CO2 und keinesfalls auch nur annähernd mit dem natürlichen „Binden“ von CO2 durch Wald und Waldboden zu vergleichen.

Dies führt in die Systematik des EU-Emissionshandels, in den Windanlagen auf ausdrücklichen Wunsch der Windlobby nicht aufgenommen sind, weswegen schon deshalb für eine Wirkung von Windanlagen auf die CO2-Menge große Zweifel bestehen. Was ist z.B. mit den Windstrommengen, die in Schleswig-Holstein produziert, aber nach Dänemark exportiert werden, oder solche von Brandenburg oder Mecklenburg-Vorpommern nach Polen? Diese Mengen sind erheblich und verdrängen/mindern nicht einmal in Deutschland CO2. Denn ein solcher Effekt kann nur eintreten, wenn mit der produzierten kWh auch „elektrische Arbeit“ geleistet wird. Das ist dann in Deutschland nicht der Fall, wenn der Windstrom Deutschland ungenutzt verlässt. Viele weitere Einschränkungen kommen hinzu.

Andernfalls könnte man alle Wälder abholzen und stattdessen Windanlagen errichten. Würde das dem Klima, der Artenvielfalt oder unseren Ökosystemen helfen?

Deutschland hat sich der EU-Biodiversitätsstrategie für 2030 verpflichtet, zentrales Element des „European Green Deal“. Schlüsselelemente sind: Die Schaffung von Schutzzonen auf mindestens 30 Prozent der Landgebiete durch rechtsverbindliche Ziele für die Wiederherstellung der Natur und einen strengeren Schutz der europäischen Wälder. Als geeignete Flächen zur Umsetzung der 30 Prozent werden genannt: Naturschutzgebiete, Nationalparks, FFH- und Vogelschutzgebiete, Biosphärenreservate, Landschaftsschutzgebiete, Naturparke. Diese Schutzgebiete, die weite Teile des Schwarzwalds ausmachen, dürfen nicht industrialisiert werden.

Das von der Ampel-Regierung im April 2022 veröffentlichte Eckpunktepapier zur „Beschleunigung des naturverträglichen Ausbaus der Windenergie an Land“ verstößt damit gegen die EU-Biodiversitätsstrategie, gegen das höherrangige Umweltrecht der Europäischen Union sowie gegen Artikel 20a des Grundgesetzes (Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen und der Tiere im Sinne der Verantwortung für künftige Generationen).

 

Weitere globale Abkommen und Erkenntnisse zum Schutz des Waldes kommen hinzu:

  • Klimagipfel 2021 in Glasgow, bei dem sich mehr als 100 Staaten – auch Deutschland – im Rahmen eines „Abkommen zum Stopp der Entwaldung“ darauf verpflichtet haben, die Zerstörung von Wäldern bis 2030 zu stoppen.
  • Neue Princeton-Studie, die besagt, dass das Pflanzen von Bäumen und die Aufforstung von Wäldern unseren Planeten mehr kühlt als bisher angenommen.
  • Thema Hochwasserschutz, insbesondere vor dem Hintergrund der Katastrophe im Ahrtal, denn nur unversiegelte Böden und möglichst intakte Wälder können große Regenmengen aufnehmen und versickern lassen. Insbesondere im Schwarzwald gibt es durch die Topographie viele teils enge Tallagen mit querenden Wasserläufen. Eine großflächige Rodung von Bäumen verbunden mit einer Versiegelung und Verdichtung der Böden steigert die Hochwassergefahr um ein Vielfaches!

Die nachtaktiven Tiere, die im Wald ihr Zuhause haben, werden mit keinem Wort berücksichtigt. 250 Meter hohe rotierende Windturbinen mitten im Wald bedeuten die totale Zerstörung ihres Lebensraums.