
Blick vom Alten Schloss Hohenbaden
Alarmstufe Rot für das UNESCO-Welterbe Baden-Badens und zehn weiterer europäischer Traditionsbäder-Städte
Unter der Überschrift „Alarmstufe Rot für das UNESCO-Welterbe Baden-Badens und zehn weiterer europäischer Traditionsbäder-Städte“ hatte die Bürgerinitiative „Windkraftfreies Grobbachtal“ am heutigen Freitag, 12. Dezember,Vertreterinnen und Vertreter der Presse, der Verwaltungsspitze Baden-Badens, des Baden-Badener Gemeinderates und relevanter Vereinigungen zu einem Presse- und Informationsgespräch in den „Auerhahn“ nach Geroldsau eingeladen.Eine Herkulesaufgabe, war doch lediglich ein Vorlauf von weniger als zwei Tagen gegeben. Erst am Mittwoch dieser Woche waren entsprechende Unterlagen des Verbandes Region Karlsruhe zur aktuellen Planung von Windenergieanlagen zugänglich, die am kommenden Mittwoch, 17.12.2025, verabschiedet werden sollen. Wie befürchtet, sind Flächen am Brandbuckel/Wettersberg und Hohberg (Iberst) in der Planung verblieben. Nur die Fläche an der Roten Lache auf Gernsbacher und Weisenbacher Gemarkungen wurde kurzfristig, offensichtlich auf Druck aus Stuttgart, aus der zu verabschiedenden Vorlage herausgenommen. Gleichwohl läuft auch für diese Fläche das Prüfverfahren weiter. Die Gefahr des Baus besteht also fort, zumal beim Landratsamt Rastatt hierfür bereits ein konkreter Bauantrag vorliegt. Die Kommunen Gernsbach und Weisenbach haben hier Vattenfall als Investor gewonnen. À propos Gefahr: Sollten die genannten Flächen für den Bau von Windenergieanlagen zur Verfügung gestellt werden, wird das Welterbe Baden-Baden und das zehn weiterer Traditionsbäder-Städte in sieben europäischen Ländern massiv bedroht. Alle wichtigen Informationen sind in der Presseerklärung der BI enthalten, die der Presse und Interessengruppen zuging und nachfolgend verfügbar ist.
Trotz der Kurzfristigkeit waren Südwestrundfunk, BNN und Goodnews sowie Herr Schwarz für die Stadt Baden-Baden,Gemeinderatsmitglieder und weitere Interessierte der Einladung gefolgt. Die BI war durch Ansgar Gernsbeck vertreten,der die in der Presseerklärung hervorgehobenen Kernpunkte in einer halbstündigen Präsentation gleichermaßen kompetent und engagiert erläuterte, sowie durch Stephan Maier, Gerhard Kuppler, Michael Bauer und Karl Maier.Letzterer begrüßte die Anwesenden mit den Worten: „Es ist nicht fünf, es ist eins vor zwölf, was die Gefahr für das Welterbe angeht!“ Der Präsentation von Ansgar Gernsbeck schloss sich eine intensive Fragerunde an, in der der Vertreter der Stadt Baden-Baden die Einschätzung der BI im Grundsatz bestätigte.
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